Eine Geburtshilfe, die ihren Namen verdient hat II

Nach der wunderschönen Geburt, von der ich in meinem letzten Beitrag erzählt habe (hier klicken, um den Beitrag nochmal zu lesen), möchte ich Ihnen eine andere Erfahrung zum Thema Geburtsmedizin und geburtshilfliche Interventionen  nicht vorenthalten.

 

Eine Frau hatte über einen Zeitraum von 15 Jahren die Antibabypille genommen. Sie setzte das hormonelle Verhütungsmittel ab, weil sie schwanger werden wollte. Der körpereigene Zyklus mochte sich jedoch so schnell nicht wieder einstellen.  In meinem Buch: „Natürlich schwanger werden“ las sie dann, dass auch andere Frauen nach der Einnahme oder der Anwendung von Fremdhormonen ähnliche Probleme hatten. Sie suchte mich also auf, damit ich ihr Tipps geben könne.  Beim Abschied ermutigte  ich sie: „Wenn Sie wieder in Ihrem ursprünglichen Rhythmus leben, können Sie ohne weiteres schwanger werden“. Glücklich und zuversichtlich erzählt sie ihrem Partner von diesem Erlebnis. Innerhalb einiger Wochen war sie guter Hoffnung und schrieb mir: „Am meisten hat mir geholfen, dass Sie zu mir gesagt haben, dass ich ohne weiteres schwanger werden könne. Das hat mich geduldig und entspannt meinen Alltag weiter leben lassen.“

 

Unendliche 34 Wochen lang hat sie eine überaus glückliche Schwangerschaft.

 

Doch plötzlich wird ihre Freude getrübt mit dem Hinweis ihres Frauenarztes, dass ihr Baby für die 34. Woche viel zu klein sei, außerdem wäre zu wenig Fruchtwasser vorhanden und das Baby liege nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Po voran. Diese Diagnose wird per Ultraschall gestellt und die verblüffte Schwangere wird in ein Krankenhaus eingewiesen. Die Eltern des Babys werden nicht gefragt, wie das Geburtsgewicht beider Elternteile gewesen ist und was die beiden für ein tiefes inneres Gefühl dazu hätten. Es sind weder Ruhe noch Zeit vorhanden, um behutsam vorzugehen und etwa auch die Großeltern des Ungeborenen einmal über deren Schwangerschaften oder eine erfahrene Hebamme zu Rate zu ziehen.  Von nun an ist die Schwangere Patientin, die nach „allen Regeln der ärztlichen Kunst“ behandelt werden soll.

 

Im Krankenhaus angelangt wird 6 Tage lang 4 – 5 Mal am Tag jeweils ein einstündiger Doppler Ultraschall gemacht. Der Doppler Ultraschall sendet stark gepulste Schallwellen aus. Mit ihm wird die Durchblutung des Uterus und der Blutfluss zwischen Kind und Nachgeburt gemessen. Es ist ein „schönes“ CT sagte man ihr. Ab und zu gingen die Herztöne für etwa 4-5 Sekunden nach unten. Aber das wäre normal. Das Baby wehrt sich heftig gegen die lauten Schallwellen und strampelt mit den Füßen immer wieder gegen die Gebärmutterwand. Die Mutter spürt bei jedem Anlegen wie der Ultraschall rattert. Die Schallwellen belasten das Ungeborene, denn der Lärm dringt durch Bauch und Fruchtwasser zum Baby.

 

Professor Dr, Alfred Rockenschaub, Hebammenlehrer und ehemaliger Leiter der Semmelweiß Klinik in Wien, schreibt in seinem Buch: „Gebären ohne Aberglauben“  auf S 47: „dass jede Schallwelle, auch die Ultraschallwelle, eine Druckwelle darstellt; und diese muss auf den zarten Embryo aufprallen und zurückgeworfen werden, um einen Ton oder ein Bild zu geben. Obwohl die Harmlosigkeit solcher Beschallungen bei weitem nicht erwiesen ist, werden unzählige Ultraschalluntersuchungen ohne Grund und Überlegung durchgeführt – unter dem Vorwand, dass solche Kontrollen auf Grund wissenschaftlicher Erfahrungen geboten wären“.

 

Eine Hebamme kann mit ihrem Hörrohr und ihrer Erfahrung die Schwangere viel menschlicher und wachsamer begleiten als ein solch seelenloses Gerät. Ein Ultraschallgerät kann die menschliche Intuition, den "6. Sinn", nicht ersetzen. Die entspannte Ebene der „guten Hoffnung“, in der sich die Schwangere bis dahin befand, wird in der Klinik nun durch Unwissenheit, Unruhe, Verunsicherung, Anspannung, Angst, Panik und Stress ersetzt. Es wird ihr keine Hebamme zur Seite gestellt, die ihr immer wieder liebevoll Fragen beantworten, ihr die Hand halten oder sie beruhigen könnte.  Erst nach einigen Tagen hört die Schwangere ganz zufällig bei einer ärztlichen Visite, mit einer ganzen Schar von Ärzten, den schnellen Satz: „Plazenta Insuffizienz“ (mangelnde Funktion des Mutterkuchens). Mit der Schwangeren wird während der Visite nicht gesprochen. (Mehr zum Thema Ultraschall siehe auch Seite 212 in meinem Buch.)

 

Erschrocken fragt sie später bei einem Arzt nach, was eine Placenta Insuffizienz bedeute. Er meint: „Das wird vermutet, weil das Baby so klein ist“.  Doch "erstaunlicherweise" wächst das Baby und es hat sich auch mehr Fruchtwasser gebildet.  Übrigens wächst ein Ungeborenes nicht gleichmäßig sondern immer schubweise. Nach 7 Tagen hat die Schwangere einen Blasensprung. Sie bekommt ein Antibiotikum und einen Kaiserschnitt, ohne vorbereitende Wehen. Dabei sollten einem Kaiserschnitt klassischerweise Eröffnungswehen vorausgehen, weil das Baby bei einem plötzlichen Kaiserschnitt vollkommen unvorbereitet durch die unbekannte helle Außenwelt erschreckt wird. Normalerweise löst das Ungeborene durch seine Nebennierentätigkeit die Geburt selbst aus und orientiert seinen Stoffwechsel auf die bevorstehende, aktive Geburtssarbeit. Das Hormonsystem der Mutter antwortet darauf mit dem Beginn der Wehen. 

 

Nach der Entbindung stellt sich heraus, dass das Neugeborene 300 g schwerer ist, als durch Ultraschall vorausgesagt. Das Baby ist also normal groß.

 

Es ist bekannt, dass Ultraschalluntersuchungen weit unzuverlässiger sind als Röntgenmessungen.

 

Fazit: Das Baby hätte bis zum Ende der Schwangerschaft genügend Gewicht gehabt und man hätte ihm diese völlig überflüssige Tortur ersparen können.

 

An der Nachgeburt sind keine außerordentlichen Besonderheiten festzustellen.

 

An dieser Stelle möchte ich aus einem Interview -Der verkehrte Weg ins Leben – Geburtsmedizin braucht neue Antworten - von Eva Schindele und Professor Abuou Dakn, Sankt Josef Krankenhaus Berlin, vom 17.12.2017 zitieren: „Wir brauchen Geduld, wir brauchen eine Stärkung der Autonomie der Frauen, das ist extrem wichtig geworden, finde ich. Das haben wir völlig übersehen im Laufe der letzten Jahrzehnte, dass wir die Frauen entmündigen, wenn sie in den Kreißsaal hineinkommen, das sage ich bewusst als Mann und Arzt."

 

Dieser Satz bringt es auf den Punkt. Ja, die brauchen wir.

 

Eineinhalb Jahre,  nach den unangenehmen geburtshilflichen Interventionen obiger Frau, die außerordentlich glückliche

34 Schwangerschaftswochen hatte -  treffe ich sie wieder im Beisein ihrer aufgeweckten Tochter. Ich frage sie, ob sie die Belastungen durch den tobenden Ultraschall und dem Kaiserschnitt verarbeiten konnte. Sie ist immer noch emotional tief betroffen und sagt: "was hätte ich den machen soll, ich war so hilflos". So etwas möchte ich nicht noch einmal erleben. Ich habe Angst vor der nächsten Schwangerschaft"

Sie hört inzwischen von vielen Frauen in ihrer Umgebung, die ebenfalls unangenehme Erinnerungen an eine Schwangerschaft und Geburt hatten.

 

Mein Fazit als ehemalige Hebamme und Heilpraktikerin: es ist dringend geboten, dass wir unsere "sogenannten" modernen Schwangerschafts- und Geburtsmethoden überprüfen. Es brennt!!!!!!

 

14.07.2019 Im April 2019 hält Frau HP Dr. med. vet. Anita Kracke auf dem Sanum Kongress in Hannover vor ÄrztInnen, Ärzten und  HeilpraktikerInnen einen Vortrag: "Fruchtbarkeit - Ausdruck der Lebenskraft - Fertilitätsstörungen naturheilkundlich  behandeln".  Sie erwähnt u. a. Polycystische Ovarien, PCO: ich zitiere daraus ein paar Sätze: besondere Bedeutung hat das PCO....

Man vermutet einen Vitamin D Mangel als Grund und versucht, durch Substitution von Vitamin D die Erkrankung zu heilen. Aus der Erfahrung der Autorin in ihrer tierärztlichen Arbeit kann man aber auch hier eine totale Erschöpfung erkennen. Die Körper der Tiere schaffen es nicht, den hohen genetischen Möglichkeiten zu einer enormen Milchleistung und dem Anspruch einer schnellen neuerlichen Trächtigkeit gerecht zu werden. Die Ovarien entarten zystisch. Gönnt man den Tieren genügend Rastzeit, erholen sich die Ovarien und die Tiere werden trächtig". Den Vortrag können Sie nachlesen in der Sanum-Post 127/2019.

 

In meinem Buch "Natürlich schwanger werden", können Sie auf Seite 71 über PCO und einiges über meine Gedanken nachlesen